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Archiv des Autors: Thomas Geilke

#jedentagwasnettes

Eine liebe Kollegin, die, nachdem sie in den Ruhestand gegangen ist, nach Schweden ausgewandert ist, hat mir von einem schwedischen Brauch zum Jahreswechsel erzählt:

Über das Jahr werden Zettel in einer Truhe gesammelt, auf denen gute Erinnerungen notiert werden. Die Truhe wird zum Jahreswechsel geöffnet und die Zettel herausgenommen und vorgelesen.
So kann man noch einmal die guten Erinnerungen des Jahres aufleben lassen.

Das hat mich an das Konzept des Dankbarkeitstagebuchs erinnert, das beispielsweise bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen Anwendung findet. Durch diese Anregung habe ich beschlossen, etwas ähnliches zu tun:

Jeden Tag, oder besser möglichst jeden Tag, will ich auf einem dafür eingerichteten instagram-Konto einen Beitrag posten, auf dem etwas Schönes, Nettes, Interessantes, Lustiges,…, das mir an diesem Tag aufgefallen ist, zu sehen sein soll.
Ein kleiner Beitrag, der daran erinnern kann, dass bei allem Negativen, das man jeden Tag auch erlebt, doch immer noch irgendetwas Gutes passiert.

Man mag jetzt vielleich denken, da gießt mal wieder jemand Zuckerguss über die Realität, damit er sie nicht sehen muss. Nein, ich bin ganz sicher nicht naiv. Mit so einer Aktion rettet man natürlich nicht die Welt.


Ich verschließe meine Augen auch nicht davor, dass wir gewiss genug Probleme auf dieser Welt oder mit uns selber oder den Menschen um uns haben. Und ich habe auch schon erlebt, wie einen ein Strudel dunkler Gedanken ganz nach unten ziehen kann.
Aber wenn auch nur einer meiner posts irgendjemanden von einem Kipp-Punkt ins Dunkel zurückzieht, hat es sich doch gelohnt. Und auch mir selber tut es gut.

Wer also mag, kann gerne mal vorbeischauen:

#jedentagwasnettes

Pflanztag am 10.4.2021 – erster Urlaubstag

Ich habe zwei Wochen Urlaub, wo kann man den im Moment besser verbringen als im Garten. Und nachdem wir an der Gartenrückseite ein paar Bäume entfernen lassen mussten, die für ihren Standort zu groß geworden und nicht mehr standsicher waren, hatten wir ein Beet neu zu bepflanzen. Wir haben uns für eine abwechslungsreiche heckenartige Bepflanzung mit Büschen und Bäumchen entschieden, in denen sich Vögel und Insekten wohlfühlen können, und die auch ein bisschen was zum Naschen abwerfen.

Das Wetter heute bot sich für die Pflanzaktion an, es war nicht zu warm und es war Regen angekündigt. Der stellte sich pünktlich ein, nachdem wir fertig waren. Perfekt.

So sah es aus, nachdem wir überlegt hatten, wohin welches Pflänzchen gehören sollte:

Vor der Neubepflanzung unseres Beets an der Gartenrückseite

Und hier ist das Ergebnis:

Nach dem Hochladen ins google-Fotoalbum bekam ich freundlicherweise (!) ein automatisch erzeugtes Panoramabild. Manchmal ist google schon etwas übergriffig…

Nach der Neubepflanzung unseres Beets an der Gartenrückseite (von google automatisch erzeugtes Panoramabild)

Und einen netten Überblick musste ich natürlich auch noch als Videoclip erstellen:

Gedanken zur Coronasituation

Ich muss mir mal wieder etwas von der Seele schreiben.

Noch immer hat uns das Thema Corona fest im Griff.
Noch immer leben wir mit Einschränkungen, die zumindest lästig sind, zum Teil unsere Grundrechte einschränken, für viele existenzbedrohend sind. Keiner, der vernünftig ist, will das länger als nötig ertragen müssen.
Verständlich und vollkommen in Ordnung, dass dagegen auch protestiert wird.

Aber leider gibt es auch solche, die diese Krisenlage und das damit verbundene Leid vieler Mitmenschen ausnutzen, um Unsicherheit zu verbreiten und die Gesellschaft zu spalten, anstatt sich dafür einzusetzen, in einer gemeinsamen Anstrengung so schnell es geht gegen die Corona-Pandemie vorzugehen. Mit Vernunft, Eigenverantwortung und Übernahme von Verantwortung für andere.

Für mich zählt es auch dazu, bereit zu sein, sich für andere einzuschränken oder auch ein persönliches Risiko einzugehen. Aber das ist meine Meinung, die niemand mit mir teilen muss.

Nun gibt es ein Mittel, um gegen die Pandemie anzugehen, nämlich die Impfung. Natürlich gibt es hier das Risiko von Impfschäden, niemand mit Verstand und Redlichkeit bestreitet das. Aber muss man hier nicht sachlich abwägen, welches Risiko überwiegt? Wenn z.B. das Risiko, an Covid19 zu sterben, deutlich höher liegt, als beispielsweise das Risiko, nach einer Impfung eine Thrombose zu erleiden, muss ich dann nicht für mich entscheiden, welches Risiko ich bereit bin, in Kauf zu nehmen? Zumal ich frei bin, zu entscheiden, ob ich ein Impfangebot wahrnehmen will oder nicht.
ES GIBT KEINE ZWANGSIMPFUNG GEGEN DAS CORONAVIRUS!

Muss auch hier wieder von denen, die pauschal unreflektiert „gegen alles“ sind und „Diktatur“ schreien, die Situation ausgenutzt werden, die sich durch die aktuelle Vorsichtsmaßnahme der Aussetzung der Impfung mit dem AstraZeneca-Impstoff ergibt? (Wobei ich persönlich hoffe, dass nach gründlicher Prüfung möglichst bald weitergeimpft werden kann!)

Ich finde: nein, das ist nicht in Ordnung.

Ich finde, es ist nicht in Ordnung, eine Krise dazu zu nutzen, dieselbe noch zu verschärfen.

Ich finde, es ist nicht in Ordnung, die Gesellschaft zu spalten.

Ich finde, es ist nicht in Ordnung, einfach nur Stimmungsmache zu betreiben.

Ich finde es ist nicht in Ordnung, immer wieder zu behaupten, wir leben in einer Diktatur.

Ich finde, es ist nicht in Ordnung, in Kauf zu nehmen (oder wissentlich und willentlich dafür zu sorgen), dass die Bekämpfung der Pandemie und die dadurch nötigen Einschränkungen, hinausgezögert wird, indem Massnahmen dagegen boykottiert und diskreditiert werden.

Ein kleiner Denkanstoß zum Schluss: recherchiert doch einmal, wie hoch das Risiko ist, dass eine Frau, die hormonell verhütet, eine THROMBOSE erleidet. Es ist DEUTLICH höher als die Rate der aktuell nach einer Impfung mit dem AstraZeneca-Vaccin aufgetretenen Thrombosen. Und im ersteren Fall ist der Zusammenhang wissenschaftlich erwiesen, im letzeren (noch) nicht. Wer von den „Aktivisten gegen alles“ klagt hier an? Ich höre da nicht viel. Oder liegt das daran, dass hormonelle Verhütung ja „nur“ Frauen betrifft, die das ja „freiwillig“ tun, und nicht die „alten weissen Männer“, die die Mehrzahl der Spalter und Schreihälse stellen?

(Ok., der letzte Satz war jetzt polemisch und populistisch, aber das ist ja ein gerne genutztes Stilmittel derer, die ich hier kritisiere. Vielleicht dringe ich damit besser durch, als ich es mit Argumenten bisher geschafft habe. Alt, weiss und männlich bin ich im übrigen auch, falls jemand nachfragen sollte…Habe ich mir nicht ausgesucht, aber weder bin ich stolz darauf, noch leide ich darunter. Es ist einfach so. Wie so vieles.)

Der Adventskalender

Ich hatte mir ja vorgenommen, im Advent jeden Tag einen Beitrag mit etwas positivem zu veröffentlichen. Weil ich mir selbst nicht ganz traute, hatte ich vorsichtig geschrieben, ich würde mich bemühen, das auch zu schaffen. Und tatsächlich, wenigstens ein Bild, oder auch einmal einen geliehenen clip von Julia Engelmann, deren ganz eigene Art des Vortrags ich sehr mag, habe ich posten können.

Heute wünsche ich Euch/uns allen alles Gute für das neue Jahr. Es soll doch bitteschön wieder etwas normaler werden als dieses.

Viele Grüße!

24. Dezember, Heiligabend

Heute ist Heiligabend, das Weihnachtsfest beginnt. Wir begehen es traditionell als Fest der Familie, aber in diesem Jahr sind wir leider gezwungen, es anders zu feiern, als wir es kennen und schätzen. Machen wir in gegenseitiger Fürsorge einfach das beste daraus.

Die Christen erinnern sich zu Weihnachten an die Geburt Jesu. Viele wissen gar nicht, dass aber auch im Islam Jesus eine Rolle spielt. Dort gilt er als einer der Propheten. Und in der 19. Sure des Koran, die seiner Mutter Maria gewidmet ist, gibt es auch eine Version der Geburtsgeschichte Jesu. Wer nachlesen möchte, findet hier die Weihnachtsgeschichte nach Lukas, und hier eine deutsche Übertragung der 19. Sure des Koran.

Die drei Religionen Judentum, Christentum und Islam haben trotz aller Unterschiede viel gemeinsam. Ein Projekt, das ich sehr interessant finde, entstand in Berlin gerade aus dieser Tatsache heraus. Es ist das „House of One“, das als interreligiöses Projekt zu einem Miteinander aufruft. Wer interessiert ist, der kann hier mehr dazu finden.

Ich wünsche uns allen ein frohes und friedliches Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr!

21. Dezember

Ausflug ins Astronomische

Mit dem heutigen 21. Dezember ist Winteranfang, astronomisch gesehen also auch Wintersonnenwende. Ab morgen werden die Tage langsam wieder länger und die Nächte kürzer.

Und noch ein weiteres Phänomen kann man heute am Himmel ansehen, wenn er denn frei von Wolken ist. Jupiter und Saturn stehen so nah zusammen, wie zuletzt vor 20 Jahren. Sie stehen in großer Konjunktion, das bedeutet, Erde, Jupiter und Saturn sind ungefähr in gerader Linie angeordnet.

Es gibt Astronomen und Historiker, die eine große Konjunktion dieser beiden Planeten kurz vor der Zeitenwende als „Stern  von Bethlehem“ interpretieren. So gibt es also in diesem Jahr in der Adventszeit wieder ein solches Ereignis am Sternenhimmel.

Wer zur großen Konjunktion weiterlesen möchte findet hier einen wikipedia-Artikel zum Thema..

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